Als Ernst Leitz 1920 das optische Werk seines Vaters in Wetzlar übernahm, stand die Fotografie vor einem Wendepunkt. Große, schwere Plattenkameras waren damals der Standard. Bis Oskar Barnack, ein talentierter Entwickler im Unternehmen, eine bahnbrechende Idee hatte: eine winzige Kamera, die mit Kinofilm funktionierte.
Trotz schwieriger Marktlage und gegen den Rat fast aller Experten traf Leitz 1924 die mutige Entscheidung: „Ich entscheide hiermit: Es wird riskiert.“ Mit diesen Worten gab er die Serienproduktion der ersten Leica (Leitz Camera) frei. Sein Satz gilt seither als Leitmotiv der Leica-Philosophie – vor allem wenn es darum geht, neue Ideen mutig umzusetzen.